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Auch das kleine Empfangsgebäude genügte nun nicht mehr den Anforderungen. So
wurde ein neues Gebäude um 1900 errichtet. Das neue Empfangsgebäude entsprach
dem Standartbau (mittlere Empfangsgebäude Windesheim, Sohren, Hirschfeld, Hinzerath,
Hoxel, Dhronecken, Pfalzfeld, Niedernhausen ). Um 1920 wurde dem Gebäude ein
Stellwerksanbau angefügt. (siehe Postkarte). Gleichzeitig folgte der Anbau eines
Güterschuppens. Während bei den anderen Stationen der Schuppen am Treppenhaus
angebaut wurde, entschied man sich in Argenthal für die andere Seite. Die
Räumlichkeiten im Bahnhof mussten aus diesem Grund getauscht werden. So
zog der Fahrdienstleiter in den Warteraumbereich und die ehemaligen Diensträume
wurden zum Wartesaal. Ein
vergleichbarer Stellwerksanbau ist noch Heute in Ebschied vorhanden. Ebenfalls erhalten
blieb ein Bahnhofsplan von 1935 (siehe Pläne) wo dieser Anbau eingezeichnet ist.
In den späten 1930iger Jahren erfolgte ein weiterer Ausbau des Bahnhofes
Argenthal. Ein geräumiger Stellwerksanbau ersetzte den kleinen steinernen
Anbau. Dieser neue Anbau ist noch heute verändert vorhanden. Die
Gleisanlagen wurden entsprechend der Lage ebenfalls erweitert. So gab es 3
Betriebsgleise, ein langes Gleis mit Verladerampe (Panzer) gegenüber des
Empfangsgebäudes und ein 5tes Gleis, welches dem Ladungsverkehr diente und mit
Rampe und langer Ladestrasse aufwarten konnte. Die Hauptgleise wurden ebenfalls
verlängert. So lag die Einfahrweiche von Ellern her, noch vor dem Bahnübergang
der B50. An beiden Bahnhofsenden waren kleine Stellwerksbauten errichtet worden.
Denkbar ist die Sicherung der Straßen in unmittelbarer Nähe der Stellwerke mit
Schranken. In den 1950igern sicherten aber nur Andreaskreuze den Übergang. (Das
muss man sich mal heute vorstellen, wo Beamte normale Waldübergänge schon als
Gefährlich einstufen, weil sie nicht technisch gesichert sind) Durch die Länge des Bahnhofs wurden nicht nur Einfahrsignale
aufgestellt, sondern auch in jeder Richtung ein Ausfahrsignal (Richtung Ellern
aus Gl 1, Richtung Simmern aus Gl 2). So konnte eine Zugkreuzung recht schnell
abgewickelt werden. In den 50igern wurde in Richtung Ellern sogar noch ein
Ausfahrsignal aus Gleis 2 aufgestellt. (Sonderheft EJ zeigt einen ausfahrenden
Personenzug und beide Signale). Die neue Blinklichtanlage benötigte das Signal
um darüber angesteuert zu werden. (Bilder siehe Bildergalerie)
Zum Ladegleis ist noch anzumerken, dass bis 1962 die Überkreuzanbindung
vorhanden war.
Am 01.06.1962 (andere Unterlagen sprechen vom Feb 1962) endete die Zeit des Fahrdienstleiters in Argenthal.
Bis zu diesem Tag, gehörte der Bahnhof zur Dienststelle Rheinböllen. Alle Signale
wurden zurück gebaut und einige Weichen verschwanden ebenfalls. 1963 erfolgten
weitere kleine Rückbauten und seitdem galt der Plan der unten zur Ansicht bereit
gestellt wurde, bis ins Jahr 1984 mit Trapeztafeln und den beiden Ferngestellten
Einfahrweichen. Nun begann das schnelle Sterben des Bahnhofs Argenthal. Im
Januar 1991 wurde der Tarifpunkt für Wagenladungsverkehr aufgelassen
(02.06.1991in den Akten . Im Jahre 1992 waren alle Gleise,
bis auf das durchgehende Streckengleis, verschwunden. Erhalten geblieben ist das
Empfangsgebäude und ein paar Spuren von Ladestraße und Rampe.
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Interessant ist auch die ehemalige Schmalspurbahn die es in Argenthal am Anfang
des 20Jahrhunderts hier gab. Sie dient nur dem Güterverkehr und führt unterhalb
des heutigen Steinbruches in eine Grube.
Am Bahnhof selber kann der Spurensucher nur noch einen Damm in Richtung Ellern
erkennen. Im Bereich der ehemaligen Gruppe findet man aber noch weitere Spuren
und auch einige Schautafeln zum Thema. |
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Streckenbeschreibung
27,4 km bis 30,9 km nach Argenthal
unter Bilder Strecke nach Ellern Aktuell |
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Telegramm über das Eisenbahnnetz
Für das Jahr 1953 liegt eine Fernsprechverbindungsvorschrift vor: In Stromberg
konnten Täglich von 7 bis 19 Uhr Telegramm aufgegeben und von 8 bis 12 / 15 bis
18 Uhr empfangen werden |
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Strecke Argenthal - Simmern von
30,9 km
bis 37,7 km
Bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof
Argenthal bietet sich einem Reisenden ein wunderschöner Blick über die
Landschaft. Links grüßt der Höhenrücken des Sonnwaldes und links geht der Blick
weit bis in die Eifel. (bei gutem Wetter) In einer weiten Kurve um die
Ortschaft Mutterschied herum strebt die Bahn dem Knoten (und Kreisstadt) Simmern
zu. Vorallem in diesem Bereich lassen sich wunderschöne Landschaftsbilder mit
langen Zügen festhalten.
Mit 6,8 km war dieser Abschnitt der längste Zugfolgeabschnitt bis in die
1930iger Jahren. Die Steigung von 1:42 erfordert zudem oft Schubhilfe. So wurde
im Km 34 eine Blockstelle Mutterschied eingerichtet, (Eingezeichnet in einer
Karte und erwähnt bei einem Fliegerangriff) die nach dem 2 Weltkrieg auch
wieder schnell verschwand. Leider ist bis Heute kein Bild von diesem
Betriebsgebäude gefunden worden.
In Km 35,0 befindet sich der Anschluss Fernmeldeamt der bis 1999 bedient wurde.
Schon längere Zeit abgebaut und ohne Verkehr war der Anschluss LHG in Km 36,5.
Beide Anschlüsse wurden von der Bahnhofsköf Simmern (KöfII) bis 1983 bedient.
Danach übernahmen die V100 diese Aufgabe, da Simmern keine eigene Köf mehr
hatte. In den 1970igern sollte noch ein Industriegleis in km 34 entstehen. Dazu
kam es nicht mehr, wobei die Pläne schon fertig ausgearbeitet waren.
In Km 37 beginnt ein Einschnitt und das Einfahrsignal von Simmern (das Heute
noch steht) kündigt den Bahnhof Simmern an.
Links kann das geschulte Auge noch die Einfädelung der Nebenbahn von Gemünden
erkennen. |
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Aktuelles "Rund um
Argenthal"
und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn |
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Schiebebetrieb zwischen Simmern
und Argenthal
Nach der Eröffnung der Nebenbahn Langenlonsheim - Simmern im Jahre 1889
entwickelte sich der Güterverkehr unerwartet schnell.
Die kleinen Loks die auf Nebenbahnen eingesetzt waren, gelangten so schnell an
ihre Leistungsgrenzen. Abhilfe konnte nur durch Vorspann und Schiebeloks
erfolgen.
Oft wurden die Züge dann in Argenthal zusammengestellt, da bis Langenlonsheim
keine Steigung mehr war, konnten hier die Loks größere Lasten befördern.
Aus Plänen von 1957 konnte der Ablauf rekonstruiert werden. So brachte eine
57iger den ersten Teil des Güterzuges nach Argenthal und fuhr dann als Leerlok (Lz) nach
Simmern. Hier half die G10(BR57) anschließend einer 50iger vom
Betriebswerk Bingerbrück als Schubhilfe auf den Berg. In Argenthal wurde der Zug
dann zusammengestellt. Die BR57 kehrte zurück nach Simmern während die 50iger
ihren Nahgüterzug nach Bingerbrück brachte. |
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