Bahnhof Rheinböllen
Bahnhof Rheinböllen
Bilder Strecke nach Ellern Historisch

Bilder Bahnhof Rheinböllen bis 1972

Chronik Bahnhof Rheinböllen

 

 

Bilder Bahnhof Rheinböllen 1973 bis 1984    
Bilder Strecke nach Ellern Heute
 mit Streckenbeschreibung
Bilder Bahnhof Rheinböllen 1985 bis 1999 Bilder Strecke nach Rheinböllerhütte HEUTE
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Bilder Bahnhof Rheinböllen HEUTE
Bahnhof Rheinböllen in km 23,8
Weit außerhalb der Ortschaft erhielt 1889 Rheinböllen seinen Bahnhof. Die Bedeutung war von Anfang an sehr groß für den Güterverkehr. Umfangreich wurden Nebengleise angelegt. Kopframpe und Seitenrampe gebaut. Das größte Güteraufkommen lieferten die Eisen und Hüttenwerke im Guldenbachtal. Aber auch  die Mineralwasser- und Limonadenfabrik von Heinrich Wüster jun. die sich im Hotel am Bahnhof befand brachte Frachten. Zudem fertigte die Familie Flaschenhülsen aus Stroh. Johann Heinrich Friedrich WÜSTER (Vater von Heinrich Wüster jun.)  war von 1897 (gekauft) bis 1914 Besitzer des Hotels Hochwald, heutiges Landhaus Elbert. Die Familie Wüster war vorher in Bacharach ansässig und hatte dort einen Handel für Kohle, Salz, Holz, Tabak und mehr. Als die Hunsrückbahn gebaut wurde, versprach er sich durch die Ansiedlung am Bahnhof Rheinböllen eine Ausweitung seines Geschäftes. Er handelte auch mit Holz aus dem Hunsrück und hatte dazu einen Speditionsbetrieb mit Pferdefuhrwerken. 1914 verkaufte die Familie des Besitz und ging nach Simmern. (Informationen aus der Familiengeschichte. Vielen Dank nach Neckarsulm)
So ist im Plan von 1886 schon ein Gebäude eingezeichnet. Vermutlich handelt es sich um einen kleinen Fachwerkbau, wie er auf allen Stationen bis 1900 zu finden war. Das jetzige Empfangsgebäude wurde aber erst im 20 Jahrhundert errichtet. Das Empfangsgebäude entspricht wieder dem Einheitsbaumuster (Heddesheim/Ebschied/Buchholz.....) und hat  keinen Treppenanbau.
Weiter siehe UNTEN LINKS       Bitte beachten Sie auch die Chronik!

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Mit der Einfahrt in den Bahnhof Rheinböllen wird die Hunsrückhochfläche erreicht. Die Entfernung zum Ortskern liegt bei über 2km. Wenn der Betrachter sich dann noch die neuen  Häuser und die neue B50 (und A61) wegdenkt,  reift die Erkenntnis , dass der Weg zum Bahnhof ganz schön weit sein kann. Verwunderlich ist die Tatsache, dass hier wieder Züge halten sollen, während Ortschaften wie Sohren ohne Halt bleiben sollen. Hier wird auch 2010 ohne Überlegung gehandelt. Stur bekommt jede Verbandsgemeindesitz einen Haltepunkt.
Zum  Bau der Hunsrückhöhenstraße erhielt der Bahnhof ein Jüdelstellwerk, welches in einem neuen Anbau am Empfangsgebäude eingebaut wurde.  Die Gleisanlagen wurden in Richtung Ellern verlängert und in km 24,2 ein Wärterstellwerk eingerichtet. In einem Plan von 1944 ist ein Ausfahrsignal D im Gleis 1 in Richtung Simmern eingezeichnet. So konnte bei einer Kreuzung die Zustimmung zur Weiterfahrt nach Simmern schnell gegeben werden. Es werden noch weitere Ausfahrten dieser Art  vorgestellt.. Wie auch bei den anderen Bahnhöfen wurden die Gleisanlagen nach 1945 gekürzt. Die Weiche aus Richtung Simmern wurde zu diesem Zweck verschoben bis fast vor das Empfangsgebäude. 700m standen seit 1938 für Zugkreuzungen zur Verfügung. Übrig blieben 250 Meter.   Der Bereich für das Freiladegeschäft war großzügig Bemessen. So standen bis ca 1960 eine Kopf- und Seitenrampe und Freilademöglichkeit von über 200 Meter zur Verfügung. Der Ursprungsgleisplan entspricht dem des Bahnhofs von Stromberg nur Spiegelverkehrt. 
Wie alle Bahnhöfe zwischen Stromberg und Simmern wurde der Bahnhof im Jahre 1962 auf das Nötigste zurück gebaut. Erhalten blieb das mechanische Stellwerk mit Einfahrsignalen bis zum 06.Janaur 1969. Schon im Jahre  1961 erfolgte die Umwandlung des Po1 (B50) von einer mechanischen Schranke mit Wärter in eine Blinklichtanlage. Dieser Schrankenposten dürfte nur wenige Jahre in Betrieb gewesen sein, wurde die Schranke noch Mitte der 50iger Jahre vom Fahrdienstleiter fernbedient. (Bildnachweis vorhanden) Der steigende Kraftfahrzeugverkehr auf der B50 macht die örtliche Besetzung damals nötig.
Zwei Jahre später (1963) wurde der Gleisanschluss in Km 24,8 in Betrieb genommen. (Munidepot BW). Der Anschluss wurde nach der Inbetriebnahme 1979 des Anschlusses in Ellern wieder Stillgelegt. Vorhanden soll in der Betriebszeit eine V20 gewesen sein. Bild folgt in Kürze. Rest des Anschlusses wurden 2009 erst abgebaut. Dabei waren die Gleise weit über 100 Jahre alt und zu Schade für den Hochofen.  Siehe Bildteil Strecke heute nach Ellern.
 Bis in die 70iger Jahre blieb der Bahnhof mit einem Beamten für den Verkehrsdienst  (Fahrkartenausgabe und Frachtbriefberechnung) besetzt. Als örtlicher Mitarbeiter konnte er auch bei Zugkreuzungen als Betriebsbeamter in den Ablauf mit einbezogen werden. In einer Vorschrift aus den 60igern ist darauf verwiesen, dass nur bei Besetzung des Bahnhofs Rheinböllen Güterzüge mit Fremdpersonal (Damit waren Streckenunkundige Lok + Zugführer gemeint) ab Stromberg verkehren durften. 
Bis zum Jahre 1984 änderte sich am Bahnhofsplan Rheinböllen nichts. Kurz vor Einstellung des Personenzugverkehrs 1984 begannen dann die Rückbaumaßnahmen. Übrig blieb eine Ladestelle die im Juni 1991 geschlossen wurde und kurze Zeit später verschwand. Nach Umbau der Gebäude ist der Bahnhof heute nur in Teilen wieder zu erkennen.
 

 

 

Streckenbeschreibung
23,8 km bis 27,4 km zwischen Rheinböllen und Ellern
siehe Bilderseite Aktuell

 

Aktuelles "Rund um Rheinböllen" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn


Danke für die Unterstützung: Helmut Christmann, Marcus Ruch, Klaus Dieter Ihmig, Frank Halter, Andreas Tscharn, EF Simmern e.V. Prof Dr Wolfgang Feuerhelm, Arnd Lewandowski, Werner Wannags, Ralf Schimanski, Robert Schmitt, Erika Carstens

Letzte Änderung am Donnerstag, Dezember 08, 2011