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Bahnhof Rheinböllen |
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Bahnhof Rheinböllen in km 23,8
Weit außerhalb der Ortschaft erhielt 1889
Rheinböllen seinen Bahnhof. Die Bedeutung war von Anfang an sehr groß für den
Güterverkehr. Umfangreich wurden Nebengleise angelegt. Kopframpe und Seitenrampe
gebaut. Das größte Güteraufkommen lieferten die Eisen und Hüttenwerke im
Guldenbachtal. Aber auch
die
Mineralwasser- und Limonadenfabrik von Heinrich Wüster jun.
die sich im Hotel am Bahnhof befand brachte Frachten. Zudem fertigte die Familie
Flaschenhülsen aus Stroh. Johann
Heinrich Friedrich WÜSTER (Vater von
Heinrich Wüster jun.) war von 1897
(gekauft) bis 1914 Besitzer des Hotels Hochwald, heutiges
Landhaus Elbert. Die Familie Wüster war vorher in Bacharach ansässig und
hatte dort einen Handel für Kohle, Salz, Holz, Tabak und mehr. Als die
Hunsrückbahn gebaut wurde, versprach er sich durch die Ansiedlung am Bahnhof
Rheinböllen eine Ausweitung seines Geschäftes. Er handelte auch mit Holz aus dem
Hunsrück und hatte dazu einen Speditionsbetrieb mit Pferdefuhrwerken. 1914
verkaufte die Familie des Besitz und ging nach Simmern.
(Informationen aus der Familiengeschichte. Vielen
Dank nach Neckarsulm)
So ist im Plan von 1886 schon ein Gebäude eingezeichnet. Vermutlich handelt es
sich um einen kleinen Fachwerkbau, wie er auf allen Stationen bis 1900 zu finden
war. Das jetzige Empfangsgebäude wurde aber erst im 20 Jahrhundert errichtet.
Das Empfangsgebäude entspricht wieder dem Einheitsbaumuster (Heddesheim/Ebschied/Buchholz.....)
und hat keinen Treppenanbau.
Weiter siehe UNTEN LINKS
Bitte beachten Sie auch die Chronik! |
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Mit der Einfahrt in den Bahnhof Rheinböllen wird die
Hunsrückhochfläche erreicht. Die Entfernung zum Ortskern liegt bei über 2km.
Wenn der Betrachter sich dann noch die neuen Häuser und die neue B50 (und
A61) wegdenkt, reift die Erkenntnis , dass der Weg zum Bahnhof ganz schön
weit sein kann. Verwunderlich ist die Tatsache, dass hier wieder Züge halten
sollen, während Ortschaften wie Sohren ohne Halt bleiben sollen. Hier wird
auch 2010 ohne Überlegung gehandelt. Stur bekommt jede Verbandsgemeindesitz
einen Haltepunkt.
Zum Bau der Hunsrückhöhenstraße erhielt der Bahnhof ein
Jüdelstellwerk, welches in einem neuen Anbau am Empfangsgebäude eingebaut wurde. Die Gleisanlagen wurden in Richtung Ellern
verlängert und in km 24,2 ein Wärterstellwerk eingerichtet. In einem Plan von
1944 ist ein Ausfahrsignal D im Gleis 1 in Richtung Simmern eingezeichnet. So
konnte bei einer Kreuzung die Zustimmung zur Weiterfahrt nach Simmern schnell
gegeben werden. Es werden noch weitere Ausfahrten dieser Art vorgestellt..
Wie auch bei den anderen Bahnhöfen wurden die Gleisanlagen nach 1945 gekürzt.
Die Weiche aus Richtung Simmern wurde zu diesem Zweck verschoben bis fast vor
das Empfangsgebäude. 700m standen seit 1938 für Zugkreuzungen zur Verfügung.
Übrig blieben 250 Meter. Der
Bereich für das Freiladegeschäft war großzügig Bemessen. So standen bis ca
1960 eine Kopf- und Seitenrampe und Freilademöglichkeit von über 200 Meter zur
Verfügung. Der Ursprungsgleisplan entspricht dem des Bahnhofs von Stromberg nur
Spiegelverkehrt.
Wie
alle Bahnhöfe zwischen Stromberg und Simmern wurde der Bahnhof im Jahre 1962
auf das Nötigste zurück gebaut. Erhalten blieb das mechanische Stellwerk mit
Einfahrsignalen bis zum 06.Janaur 1969. Schon im Jahre 1961 erfolgte die Umwandlung des Po1 (B50)
von einer mechanischen Schranke mit Wärter in eine Blinklichtanlage. Dieser
Schrankenposten dürfte nur wenige Jahre in Betrieb gewesen sein, wurde die
Schranke noch Mitte der 50iger Jahre vom Fahrdienstleiter fernbedient.
(Bildnachweis vorhanden) Der steigende Kraftfahrzeugverkehr auf der B50 macht
die örtliche Besetzung damals nötig.
Zwei Jahre später (1963) wurde der Gleisanschluss in Km
24,8 in Betrieb genommen. (Munidepot BW). Der Anschluss wurde nach der
Inbetriebnahme 1979 des Anschlusses in Ellern wieder Stillgelegt. Vorhanden soll in
der Betriebszeit eine V20 gewesen sein. Bild folgt in Kürze. Rest des
Anschlusses wurden 2009 erst abgebaut. Dabei waren die Gleise weit über 100
Jahre alt und zu Schade für den Hochofen. Siehe Bildteil Strecke heute nach Ellern.
Bis in die 70iger Jahre blieb der
Bahnhof mit einem Beamten für den Verkehrsdienst (Fahrkartenausgabe und
Frachtbriefberechnung) besetzt. Als örtlicher Mitarbeiter konnte er auch bei
Zugkreuzungen als Betriebsbeamter in den Ablauf mit einbezogen werden. In einer
Vorschrift aus den 60igern ist darauf verwiesen, dass nur bei Besetzung des
Bahnhofs Rheinböllen Güterzüge mit Fremdpersonal (Damit waren
Streckenunkundige Lok + Zugführer gemeint) ab Stromberg verkehren durften.
Bis
zum Jahre 1984 änderte sich am Bahnhofsplan Rheinböllen nichts. Kurz vor
Einstellung des Personenzugverkehrs 1984 begannen dann die Rückbaumaßnahmen.
Übrig blieb eine Ladestelle die im Juni 1991 geschlossen wurde und kurze Zeit
später verschwand. Nach Umbau
der Gebäude ist der Bahnhof heute nur in Teilen wieder zu erkennen.
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Streckenbeschreibung
23,8 km bis 27,4 km zwischen Rheinböllen und Ellern
siehe Bilderseite Aktuell
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| Danke für die Unterstützung:
Helmut Christmann, Marcus Ruch, Klaus Dieter Ihmig, Frank Halter, Andreas
Tscharn, EF Simmern e.V. Prof Dr Wolfgang Feuerhelm, Arnd Lewandowski, Werner
Wannags, Ralf Schimanski, Robert Schmitt,
Erika Carstens |