Bahnhof Stromberg
Bahnhof Stromberg Hunsrück
Bahnhof Stromberg Hunsrück in  km 14,9
Schon vor der  Eröffnung 1889 entdeckten die Menschen aus den umliegenden Städten den besonderen Reiz der Stadt Stromberg. Die Bahn förderte nun diesen aufblühenden Erholungsdrang der Städter. So wurden in Bahnhofsnähe ein Kurhaus gebaut und einige Kurkliniken oberhalb der Bahnstrecke. Die Stadt Stromberg erhielt die Auszeichnung Luftkurort. Der Bahn brachte diese Entwicklung eine große Anzahl von Reisenden.
Der Bahnhof wurde 1889 direkt zwischen zwei Steinbrüche gebaut. (siehe Bahnhofsplan 1889) Interessant ist die Tatsache, das der östliche Bruch der Stadt Stromberg gehörte.
Mit Beginn der Förderung von Kalk im großen Stil, wendete sich jedoch das Blatt. So nahm der Güterverkehr durch den Abtransport des Kalkes ab den 1930er Jahren rasant zu. Die Firma Wandesleben lieferte ab der Jahrhundertwende ebenfalls Waren an. (2 Gleisanschlüsse waren dafür vorhanden) Kalksteine + Schotter, Düngekalk und  hochwertige Waren wie  Kohleöfen und Emaillewaren.
Die Kurgäste blieben aber nun aus, da der Kalkabbau die Stadt in eine Bergbaustadt verwandelte.
Weiter siehe UNTEN LINKS
Bilder Strecke Schweppenhausen 
und Streckenbeschreibung
Bilder Bahnhof bis 1984 Bilder Strecke zur Stromberger Neuhütte und Streckenbeschreibung
Bilder DSL  
  Bilder Bahnhof ab 1985 bis 1996
Bilder Bahnhof 2004 bis Heute
Bilder von Kleinloks in Stromberg und Anschluss Hunsfels Bilder Bahnhof von  1997 bis 2003 Unterlagen, Stellwerk und Bahnbusse
Bilder DSL   Bilder DSL  

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Weiße Dächer und überall Kalkablagerungen waren die Folge!
  Der 3te große Kunde in Stromberg, war die Brotfabrik der Gebrüder Weinsheimer. Hier erfolgte der Versand mit Eilgutwagen zu den großen Städten im Rheinland (Ruhrgebiet). Der Anschluss der Grossbäckerei und Mühle musste per Sperrfahrt von Stromberg aus,  in Richtung Schweppenhausen, bedient werden. Mehrmals am Tag wurde der Anschluss bis in die 1970er Jahre bedient. Unter Unterlagen sind einige Fahrpläne ONLINE. 1980 wurde noch Brot per Bahn verschickt. Inzwischen ist die Anschlussweiche ausgebaut. Nur eine Rangierlok der Firma Deutz steht noch als Denkmal (fast schon Schrott) im ehemaligen Gleisanschluss. 
Weitere erhebliche Frachten brachten die Hütten und Gruben die sich im Guldenbachtal bis Rheinböllen angesiedelt hatten. Hierzu mehr unter Bahnhof Stromberger Neuhütte.
Weitere Kunden der Bahn waren die umliegenden Forstämter aus dem Waldgebiet Neupfalz. Selbst eine bahnamtliche Spedition hat es gegeben. Eine Rollfuhre mit Kuh soll es am Anfang gewesen sein. 

 Durch die beengte Lage des Bahnhofes ließ sich die Anlage nur beschränkt Ausweiten. (Davon profitierten die Bahnhöfe Schweppenhausen und Stromberger Neuhütte die um 1910 erheblich erweitert wurden um Stromberg zu entlasten.) Bis 1955 waren die meisten Weichen sogar nur mit der Hand vor Ort bedienbar (Schlüsselabhängig). Das Fahrdienstleiterstellwerk befand sich in offener Bauweise vor dem Empfangsgebäude.  Ausfahrsignale waren nicht vorhanden. Die Schranken am nördlichen Bahnhofskopf wurden von einem Schrankenwärter bedient, der seinen Dienstposten in einer Wellblechbude hatte.  Ein Wasserkran in Höhe des Anschlusses Hunsfels versorgte bis in die 1960iger Dampfloks mit Wasser.
1955 wurde der Betrieb auf dem neuen Stellwerk mit der Bezeichnung Sf  aufgenommen. Ein Einheitsstellwerk aus gebrauchten Bauteilen (Bfe Rund um Kaiserslautern) war gebaut worden. Auf den Rückseiten der Schilder für Weichen und Signale waren die alten Funktionen noch bis zum Ende des Stellwerks nachzulesen.  Alle Weichen im Bahnhof waren nun Ferngestellt. Ausfahrsignale wurden ebenfalls aufgestellt.  An Gleis 1, in Höhe der Ausfahrsignale in Richtung Schweppenhausen, wurde eine Tankstelle um 1960 installiert.
Eine Köf2
 übernahm (ca 1960) die meisten Rangierleistungen "Rund um Stromberg".
1962 bekamen beide Vorsignale Flügel und der Bahnübergang (alte Anlage 2 Schrankenbäume mech) wurde mit einer elektrischen 4 Baumanlage versehen. Im gleichen Jahr erfolgte die Einführung des Zugleitbetriebs auf der Strecke Stromberg - Simmern. Der örtliche Fahrdienstleiter in Stromberger Neuhütte wurde abgezogen und die Zugmeldungen erfolgten nun mit dem Zugleiter in Simmern.  
1968 erfolgte der Rückbau von einigen Weichen. So wurden die Weichen 2, 4, 5, 6 entfernt. (Aufgabe der Stückgutabfertigung)  Die Kreuzungsweiche 14 wurde durch eine einfache Weiche  ersetzt und die Kopframpe wurde stillgelegt. Anschließend wurden die Weichen neu Bezeichnet. An diesem Gleisplan von 1968 änderte sich bis zum Jahre 2005 nichts. Erst bei der Außerbetriebnahme  des Stellwerkes im Jahre 2006, erfolgte eine Stilllegung (Gleis 3). Ansonsten werden die Gleise weiter alle genutzt zur Abstellung der Kalkwagen. 
- 1977 Einbau Streckenblock in Richtung Schweppenhausen
-1979 Nachrüsten von Indusimagneten. 
-Rückbau von Indusi und Streckenblock im Oktober 1984 bei Einführung des Zugleitbetriebs in Richtung Schweppenhausen 

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Schon bei der Eröffnung der Hunsrückbahn 1889 erhielt Stromberg sein Empfangsgebäude und Güterabfertigung.  Nicht unerheblich waren das Aufkommen in dem kleinen Bahnhof. Im laufe der Jahre veränderte sich zwar das Aufkommen, aber es blieb bis in die 1970iger auf einem hohe Stand.
Rasch entwickelte sich der Bahnhof auch zu einer kleinen Dienststelle der Reichsbahn und später Deutschen Bundesbahn. So wurden in Stromberg bis in die 1970iger neue Mitarbeiter ausgebildet.
Bahnmeisterei, Fernmeldemeisterei und Nachrichtenmeisterei waren zum Teil bis in die 1960iger Jahre vor Ort. Die Stationen von Kloningersmühle bis Schweppenhausen wurden der Dienststelle um 1950 zugeordnet. Während Rheinböllen erst nach 1962 der Dienststelle zugeordnet (Auflösung der Dienststelle Rheinböllen) wurde.  Das Ende als eigene Dienststelle kam 1977.  Stromberg wurde zur Außenstelle der Dienststelle Simmern. Endgültig aufgelöst wurde die Außenstelle dann 1984.
Expressgut und Fahrkarten konnten bis 1989 in Stromberg gekauft werden. Nach der Schließung der Fahrkartenausgabe diente der Bahnhof aber noch bis 1997 einem Beamten als Arbeitsplatz. Es mussten die Frachtbriefe gebucht und der Wagendienst abgewickelt werden. Aus dem Jahre 1988 sind die Zahlen für den Bahnhof bekannt: Es wurden 150000t Kalk mit 4500 Wagenladungen versendet.
Wenn auch der Bahnhof verschwunden ist, so hat sich der Fahrkartenschalter Stromberg doch erhalten.
Er dient nun auf Ausstellungen als Anschauungsstück.
www.austellung.hunsrueckbahn.info 
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Heute ist das EG verschwunden und die Weichen werden vom Zugpersonal bedient.

 
 

 

Aktuelles "Rund um Stromberg" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn

Güterknoten Stromberg im Hunsrück
Schnell entwickelte sich der Güterverkehr im Guldenbachtal nach der Eröffnung der Hunsrückbahn 1889. Stromberg wuchs schnell zum kleinen Knoten, der für die Strecke zwischen Simmern und Langenlonsheim zuständig war. Anzutreffen waren Loks der Baureihe G8 G8.1 G10(Stammloks) und Dampfloks der Einheitsbauweise (BR 42 und 50). Erfolgte bis zum Ende der 1950iger Jahre die Bedienung der Bahnhöfe durch die zahlreichen Güterzüge die zwischen Simmern und Bingerbrück verkehrten, übernahmen ab ca 1959 KöfII das Geschäft. Bekannt ist für das Jahr 1963 Köf 6491 mit 125PS.
(Köf 6491 03.06.1960   Probefahrt Simmern - Rheinböllen)
01.01.1968   Umzeichnung in "323 246-9"         22.02.1979   z-Stellung            18.03.1979   Ausmusterung [St. Wendel)
Für die ersten Jahre  lassen sich Köf2 nachweisen, die zum Anfang der 60iger von 
332-208 abgelöst
wurden. Mitte der 70iger ersetzte dann 333-091 die schwächere Schwester. Alle Köf´s waren immer fest in Stromberg stationiert. Ermöglicht wurde dies durch eine kleine Tankstelle am Gleis 1 bei den KöfII. (Tankstelle wurde um 1970 rückgebaut) Die Köf III wurden in Simmern betankt.
Alle Kleinloks wurden bis 1983 im Betriebswerk Simmern unterhalten. Ab Juni 1983 erfolgte die Umstellung auf V100 die am Schluss der Übergabe von Bingerbrück überführt wurde. Versuche eine V100 zwischen Simmern und Kastellaun durch eine Köf 3 zu ersetzen, scheiterten an der geringen Zuglast der Köf. So bekam Stromberg im September 1989 wieder eine Köf3. Erst mit Stilllegung der Strecke nach Kastellaun 1995 konnte die zweite V100 in Simmern eingespart werden, die sodann die Aufgaben der Köf in Stromberg wieder übernehmen konnte.
  

Loks Kalkwerk:
Kö 4553 (Bj1950) 110 PS (Sichtung 1963)
Kö 4896 (Leihweise Bm Merzig 1963)

 

Das Empfangsgebäude Stromberg/Bahngebäude
Das Empfangsgebäude war ein Backsteinbau und dürfte um 1890 gebaut worden sein.
Vorhanden waren eine große Beamtenwohnung im ersten Stock und ein kleine Wohnung unterm Dach. Das Untergeschoss war in einen geräumigen Wartesaal und Büroräume aufgeteilt. Verbindung bestand in Form einer Expressgut und Gepäck Öffnung und des Schalterfensters.  Die Büroräumlichkeiten waren in zwei kleine Büroräume und einen großen Abfertigungsraum aufgeteilt.
Weitere Gebäude im Bereich Stromberg:
Das große Wohnhaus hinter Stellwerk Sf war ein Bahngebäude und diente als Wohnhaus und Bürogebäude für die örtliche Bahnmeisterei. Die heute als Werkstatt vom Kalkwerk genutzten Gebäude  beherbergten bis 1965 die Werkstätten der Bahnmeisterei.
Vorhanden war auch ein Kleinwagenschuppen aus Blech.

- 1955 Stellwerk Sf geht in Betrieb
- 1965 Schließung der Bahnmeisterei Stromberg
- 1968 Großer Umbau der Gleisanlagen in Stromberg
- 01 März 1977 Stromberg wird Außenstelle der Hauptdienststelle Bf Simmern
- 1984 Stilllegung des Anschlusses der Weinzheimer Mühle in km14,0
- 01.06.1984 Letzter Planpersonenzug in Stromberg
- 01.November 1984 Auflösung Außenstelle Stromberg
- 01 Mai 1989 schließt die Fahrkartenausgabe und die
die bahnamtlich Rollfuhr-Spedition Adam Sonnet eingestellt
- 01 Juni 1997 wird die Güterabfertigung Stromberg geschlossen
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02 Juni 1997 Die
Bahngesellschaft Waldhof AG übernimmt die Bedienung der Strecke Langenlonsheim - Morbach                                  Dank an Helmut Christmann für die Unterstützung

Telegramm über das Eisenbahnnetz
Für das Jahr 1953 liegt eine Fernsprechverbindungsvorschrift vor: In Stromberg  konnten Täglich von 7 bis 19 Uhr Telegramm aufgegeben und von 8 bis 12 / 15 bis 18 Uhr empfangen werden


Gleispläne von 1889, 1955 und 1983 online!
Link zur Stadt Stromberg
       

Die Seite unterstützt haben: Prof.Dr Wolfgang Feuerhelm,  Klaus Dieter Ihmig,  Knut Schelenz, Andreas Tscharn,  Hans Werner Fischbach, Arnd Lewandowski, Manfred Britz, Werner Wannags, Manuel Zimmermann
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Sonntag, März 02, 2014

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