|
 |
|
------------------------------------------------------------
Weiße Dächer und überall Kalkablagerungen waren die Folge!
Der 3te große Kunde in Stromberg, war die Brotfabrik der Gebrüder Weinsheimer. Hier
erfolgte der Versand mit Eilgutwagen zu den großen Städten im Rheinland
(Ruhrgebiet). Der
Anschluss der Grossbäckerei und Mühle musste per Sperrfahrt von Stromberg aus, in Richtung
Schweppenhausen bedient werden. Mehrmals am Tag wurde der Anschluss bis in die
70iger Jahre bedient. Unter Unterlagen sind einige Fahrpläne ONLINE. 1980 wurde noch Brot per Bahn verschickt. Inzwischen ist
die Anschlussweiche ausgebaut. Nur eine Rangierlok der Firma Deutz steht noch
als Denkmal (fast schon Schrott) im ehemaligen Gleisanschluss.
Weitere erhebliche Frachten brachten die Hütten und Gruben die sich im
Guldenbachtal bis Rheinböllen angesiedelt hatten. Hierzu mehr unter Bahnhof
Stromberger Neuhütte.
Weitere Kunden der Bahn waren die umliegenden Forstämter aus dem Waldgebiet
Neupfalz. Selbst eine bahnamtliche Spedition hat es gegeben. Eine Rollfuhre mit
Kuh soll es am Anfang gewesen sein.
Durch die beengte Lage des Bahnhofes ließ sich die Anlage nur beschränkt
Ausweiten. (Davon profitierten die Bahnhöfe Schweppenhausen und Stromberger
Neuhütte die um 1910 erheblich erweitert wurden um Stromberg zu entlasten.) Bis
1955 waren die meisten Weichen sogar nur mit der Hand vor Ort bedienbar
(Schlüsselabhängig). Das Fahrdienstleiterstellwerk befand sich in offener
Bauweise vor dem Empfangsgebäude. Ausfahrsignale waren nicht
vorhanden. Die Schranken am nördlichen Bahnhofskopf wurden von einem
Schrankenwärter bedient, der seinen Dienstposten in einer Wellblechbude hatte.
Ein Wasserkran in Höhe des Anschlusses Hunsfels versorgte bis in die 1960iger
Dampfloks mit Wasser.
1955 wurde der Betrieb auf dem neuen Stellwerk mit der Bezeichnung Sf
aufgenommen. Ein Einheitsstellwerk aus gebrauchten Bauteilen (Bfe Rund um
Kaiserslautern) war gebaut worden. Auf den Rückseiten der Schilder für Weichen
und Signale waren die alten Funktionen noch bis zum Ende des Stellwerks
nachzulesen. Alle Weichen im Bahnhof waren nun Ferngestellt.
Ausfahrsignale wurden ebenfalls aufgestellt. An Gleis 1, in Höhe der
Ausfahrsignale in Richtung Schweppenhausen, wurde eine Tankstelle um 1960
installiert.
Eine Köf2 übernahm (ca 1960) die meisten Rangierleistungen "Rund um
Stromberg".
1962 bekamen beide Vorsignale Flügel und der Bahnübergang (alte Anlage 2
Schrankenbäume mech) wurde mit einer elektrischen 4 Baumanlage versehen. Im
gleichen Jahr erfolgte die Einführung des Zugleitbetriebs auf der Strecke
Stromberg - Simmern. Der örtliche Fahrdienstleiter in Stromberger Neuhütte wurde abgezogen
und die Zugmeldungen erfolgten nun mit dem Zugleiter in Simmern.
1968 erfolgte der Rückbau von einigen Weichen. So wurden die Weichen 2, 4, 5, 6
entfernt. (Aufgabe der Stückgutabfertigung) Die Kreuzungsweiche 14 wurde
durch eine einfache Weiche ersetzt und die Kopframpe wurde stillgelegt.
Anschließend wurden die Weichen neu Bezeichnet. An diesem Gleisplan von 1968
änderte sich bis zum Jahre 2005 nichts. Erst bei der Außerbetriebnahme des
Stellwerkes im Jahre 2006, erfolgte eine Stilllegung (Gleis 3). Ansonsten
werden die Gleise weiter alle genutzt zur Abstellung der Kalkwagen.
- 1977 Einbau Streckenblock in Richtung Schweppenhausen
-1979 Nachrüsten von Indusimagneten.
-Rückbau von Indusi und Streckenblock im Oktober 1984 bei Einführung des
Zugleitbetriebs in Richtung Schweppenhausen

----------------------------------------------------------------------------
Schon bei der Eröffnung der Hunsrückbahn 1889 erhielt Stromberg sein
Empfangsgebäude und Güterabfertigung. Nicht unerheblich waren das
Aufkommen in dem kleinen Bahnhof. Im laufe der Jahre veränderte sich zwar das
Aufkommen, aber es blieb bis in die 1970iger auf einem hohe Stand.
Rasch entwickelte sich der Bahnhof auch zu einer kleinen Dienststelle der
Reichsbahn und später Deutschen Bundesbahn. So wurden in Stromberg bis in die
1970iger neue Mitarbeiter ausgebildet.
Bahnmeisterei, Fernmeldemeisterei und Nachrichtenmeisterei waren zum Teil bis in
die 1960iger Jahre vor Ort. Die Stationen von Kloningersmühle bis
Schweppenhausen wurden der Dienststelle um 1950 zugeordnet. Während Rheinböllen
erst nach 1962 der Dienststelle zugeordnet (Auflösung der Dienststelle
Rheinböllen) wurde. Das Ende als eigene Dienststelle kam 1977.
Stromberg wurde zur Außenstelle der Dienststelle Simmern. Endgültig aufgelöst
wurde die Außenstelle dann 1984.
Expressgut und Fahrkarten konnten bis 1989 in Stromberg gekauft
werden. Nach der Schließung der Fahrkartenausgabe diente der Bahnhof aber noch
bis 1997 einem Beamten als Arbeitsplatz. Es mussten die Frachtbriefe gebucht und
der Wagendienst abgewickelt werden. Aus dem Jahre 1988 sind die Zahlen für den
Bahnhof bekannt: Es wurden 150000t Kalk mit 4500 Wagenladungen versendet.
Wenn auch der Bahnhof verschwunden ist, so hat sich der Fahrkartenschalter
Stromberg doch erhalten.
Er dient nun auf Ausstellungen als Anschauungsstück.
www.austellung.hunsrueckbahn.info
-----------------------------------------------------------------------------
Heute ist das EG verschwunden und die Weichen werden vom Zugpersonal bedient. |
|
 |
|
- 1955 Stellwerk Sf geht in Betrieb
- 1965 Schließung der Bahnmeisterei Stromberg
- 1968 Großer Umbau der Gleisanlagen in Stromberg
- 01 März 1977 Stromberg wird
Außenstelle der Hauptdienststelle Bf Simmern
- 1984 Stilllegung des Anschlusses der Weinzheimer Mühle in km14,0
- 01.06.1984 Letzter Planpersonenzug in Stromberg
- 01.November 1984 Auflösung Außenstelle Stromberg
- 01 Mai 1989 schließt die Fahrkartenausgabe und die
die bahnamtlich Rollfuhr-Spedition Adam Sonnet eingestellt
- 01 Juni 1997 wird die Güterabfertigung Stromberg geschlossen
- 02 Juni 1997 Die
Bahngesellschaft Waldhof AG übernimmt die Bedienung der Strecke Langenlonsheim -
Morbach
Dank an Helmut Christmann für die Unterstützung |
|
Telegramm über das Eisenbahnnetz
Für das Jahr 1953 liegt eine Fernsprechverbindungsvorschrift vor: In Stromberg
konnten Täglich von 7 bis 19 Uhr Telegramm aufgegeben und von 8 bis 12 / 15 bis
18 Uhr empfangen werden |
|
|
 |
|
Strecke Schweppenhausen - Stromberg von
11,6 km
bis 14,9 km
Nachdem der Bahnhof
Schweppenhausen verlassen wurde, verengt sich das Guldenbachtal. Direkt über dem
Bach wurde hier die Trasse in Hanglage angelegt. Auf der anderen Bachseite ist
die Aumühle zu erkennen, die heute wieder als Campingplatz betrieben wird. In Km
wird die Jugendherberge Stromberg passiert. Sie befindet sich in Privatbesitz
und dient schon lange nicht mehr als Jugendherberge. Nur wenige Meter weiter
quert die Bahn den Guldenbach mittels einer Brücke. Nun öffnet sich das Tal
wieder leicht. Die letzten (ehemaligen) Weinberge werden passiert. 2 Bahnübergänge
ohne technische Sicherung gekreuzt. Vor Stromberg wenden sich Bahn und Tal in
eine Linkskurve. Links ist nun auch die Grossbäckerei Weinsheimer zu sehen. Seit
30 Jahren grüßt hier die ehemalige werkseigene ungenutzte Kleinlok alle
Züge, die in den Hunsrück fahren. Mehr zum Thema Kleinloks in Stromberg in
einer eigenen Bildergalerie. Rechts oberhalb der Bahn grüßt die Fustenberg,
deren Turm gut zu sehen ist. In Höhe des ehemaligen Vorsignals und der
Anschlussweiche Weinzheimer wird der Stadtbereich des Luftkurortes Stromberg
erreicht. Es folgt wieder eine Brücke über den Guldenbach und in einer leichten
Steigung werden die letzten Meter bis zum Bahnhof Stromberg zurückgelegt. Rechts
und Links kann man schöne Häuser aus der Kurstadtzeit des kleinen Städtchen
sehen. Höhepunkt ist nur wenige Meter vor der Station Linkerhand das ehemalige
Kurhaus. Aber auch der Marktplatz und die engen Gassen in Stromberg lohnen einen
Besuch. Hier wurde in den letzten Jahren viel getan, um die Stadt attraktiv für
Gäste zu machen. Wer das nötige Kleingeld besitzt, seih ein Besuch der Furstenburg empfohlen. Ein Spitzenkoch , bekannt durchs Fernsehen, kocht seit
Jahren auf der mittelalterlichen Burg. |
|
 |
|
Aktuelles "Rund um Stromberg"
und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn |
|
 |
|
Güterknoten Stromberg im Hunsrück
Schnell entwickelte sich der Güterverkehr im Guldenbachtal nach der Eröffnung
der Hunsrückbahn 1889. Stromberg wuchs schnell zum kleinen Knoten, der für die
Strecke zwischen Simmern und Langenlonsheim zuständig war. Anzutreffen waren
Loks der Baureihe G8 G8.1 G10(Stammloks) und Dampfloks der Einheitsbauweise (BR
42 und 50). Erfolgte bis zum Ende der 1950iger Jahre die Bedienung der Bahnhöfe
durch die zahlreichen Güterzüge die zwischen Simmern und Bingerbrück verkehrten,
übernahmen ab ca 1959 KöfII das Geschäft. Bekannt ist für das Jahr 1963 Köf 6491
mit 125PS.
(Köf 6491 03.06.1960 Probefahrt Simmern
- Rheinböllen)
01.01.1968 Umzeichnung in "323 246-9"
22.02.1979 z-Stellung
18.03.1979 Ausmusterung [St. Wendel)
Für die ersten Jahre lassen sich Köf2 nachweisen, die zum
Anfang der 60iger von
332-208 abgelöst wurden. Mitte der 70iger
ersetzte dann 333-091 die schwächere Schwester. Alle Köf´s waren immer
fest in Stromberg stationiert. Ermöglicht wurde dies durch eine kleine
Tankstelle am Gleis 1 bei den KöfII. (Tankstelle wurde um 1970 rückgebaut) Die
Köf III wurden in Simmern betankt.
Alle Kleinloks wurden bis 1983 im Betriebswerk Simmern unterhalten. Ab Juni 1983 erfolgte die
Umstellung auf V100 die am Schluss der Übergabe von Bingerbrück überführt wurde.
Versuche eine V100 zwischen Simmern und Kastellaun durch eine Köf 3 zu ersetzen,
scheiterten an der geringen Zuglast der Köf. So bekam Stromberg im September
1989 wieder eine Köf3. Erst mit Stilllegung der Strecke nach Kastellaun 1995
konnte die zweite V100 in Simmern eingespart werden, die sodann die Aufgaben der
Köf in Stromberg wieder übernehmen konnte.
Loks Kalkwerk:
Kö 4553 (Bj1950) 110 PS (Sichtung 1963)
Kö 4896 (Leihweise Bm Merzig 1963)
|
|
Das Empfangsgebäude Stromberg/Bahngebäude
Das Empfangsgebäude war ein Backsteinbau und dürfte um 1890 gebaut worden sein.
Vorhanden waren eine große Beamtenwohnung im ersten Stock und ein kleine Wohnung
unterm Dach. Das Untergeschoss war in einen geräumigen Wartesaal und Büroräume aufgeteilt.
Verbindung bestand in Form einer Expressgut und Gepäck Öffnung und des
Schalterfensters. Die Büroräumlichkeiten waren in zwei kleine Büroräume
und einen großen Abfertigungsraum aufgeteilt.
Weitere Gebäude im Bereich Stromberg:
Das große Wohnhaus hinter Stellwerk Sf war ein Bahngebäude und diente als
Wohnhaus und Bürogebäude für die örtliche Bahnmeisterei. Die heute als Werkstatt
vom Kalkwerk genutzten Gebäude beherbergten bis 1965 die
Werkstätten der Bahnmeisterei.
Vorhanden war auch ein Kleinwagenschuppen aus Blech. |
|